Warum DuckDuckGo meine favorisierte Suchmaschine ist

Ich suche aus einer Menge von Gründen in letzter Zeit sehr gerne mit DuckDuckGo. Leider ist DDG für die Suche nach deutschen Inhalten nicht besonders brauchbar. Hier fehlt offenbar noch ein echter lokaler Index. Für die Suche nach englischsprachigem Content eignet sie sich dagegen sehr gut. Aber dieser Mangel kann sehr einfach behoben werden, denn DuckDuckGo beherrscht die sogenannte “Bang”-Syntax.

Mit “Stefan Antoni” suche ich nach mir selbst in DDG. Die Suchergebnisse sind sehr ernüchternd. Mit dem Bang “!g” bzw. der Sucheingabe “!g Stefan Antoni” suche ich von DuckDuckGo aus nach mir in Google.de, da DDG die Anfrage an Google.de durchleitet. Das Ergebnis sieht so aus: Stefan Antoni bei Google.de . Aber der Spass geht weiter: “!osm” sucht zum Beispiel in Open Streetmap. Gebt mal: “!osm google mountain view” ein und ihr landet direkt bei OpenStreetMap.

Den vollen Überblick zu den !-Tags gibt es hier: https://duckduckgo.com/bang.html und einen schön gestalteten Überblick über die Funktionsvielfalt von DuckDuckGo findet ihr bei den Goodies. Da ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei. Ich verwende vor allem die Konvertierungsfunktionen für Währungen und Zeit sehr häufig. Das kann Google allerdings auch. Die Kategorien Web Developer und Programming sind dagegen umso nützlicher und werden von mir auch häufig verwendet. Und auch recht generische Fragen wie etwa “port 443″ und “unicode €” werden korrekt und trotzdem kurz & präzise beantwortet.

Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Ausprobieren.

Django Grundlagen Workshop Rhein Main (PyUGRM)


Beim letzten Treffen der Python User Group RheinMain (PyUGRM) wurde klar, dass Python vor allem in Verbindung mit dem Django Web Framework ein Thema bei vielen Einsteigern ist. Die Meisten Besucher waren das erste mal bei der PyUGRM zu Gast, was uns natürlich sehr gefreut hat. Gleichzeitig scheint die Mehrheit ein großes Interesse am Web Framework Django zu haben.

Einige setzen es entweder schon ein oder planen sich damit zu beschäftigen. Ich zähle mich natürlich auch dazu. Mich persönlich erinnert das ein wenig an den Hype von Ruby on Rails vor ein paar Jahren, der viele positive Effekte für die Verbreitung der Sprache und die Ruby-Community hatte. Die Python Community ist meinem Gefühl nach eher als “still” zu beschreiben, wenn es darum geht die Sprache und das Ökosystem zu promoten. Die Qualität von Django spricht allerdings für sich und ich bin sicher, dass viele Entwickler bald ihren Werkzeugkasten um ein sehr praktisches Tool erweitern können ;-)

Aus diesen Gesprächen entstand daher der Wunsch einen Workshop zu machen, der die Grundlagen vermittelt und Raum für Fragen & Antworten zum Thema bietet.

Dieser Workshop ist nun fest geplant und wer teilnehmen möchte, der kann sich hier anmelden: http://de.amiando.com/django_frankfurt.html

Ich werde natürlich auch vor Ort sein.

Search Meetup #4 in Frankfurt am Main

Am Dienstag, den 19. Juni 2012 wird es wieder ein Search Meetup in Frankfurt geben. Alle Informationen dazu findet ihr wie üblich auf der Webseite des Search Meetup Frankfurt.

Wer wissen möchte worum es geht und wie man sich das Meetup vorstellen kann, der kann sich den Rückblick zum ersten, zweiten und dritten Search Meetup durchlesen.

Schön wäre es, wenn ihr euch auf der Eventseite bei Xing anmeldet oder kurz per Twitter Bescheid gebt: @searchmeetupffm .

Interview mit Prof. Dr. Dirk Lewandowski über die Messbarkeit und Qualität von Internetsuchmaschinen

Mein geschätzter Kollege Konstantin Guratzsch interviewte im Rahmen seines noch recht neuen (Video-)Blogs Prof. Dr. Dirk Lewandowski, der sich auf wissenschaftlicher Ebene mit der Messbarkeit von Suchmaschinen und ihrer Qualität beschäftigt.

Dieses Thema ist deshalb so interessant, da die objektive Bewertung der Güte von Suchergebnissen ein sehr individuelles und Kontext-abhängiges Problem darstellt.

Prof. Dr. Lewandowski stellt sich diesen Problemen von Ranking & Linkgraphen in seiner täglichen Arbeit, und schreckt dabei auch nicht vor Konstantins nicht minder qualifizierten Interviewfragen zurück.

In diesem Sinne: Viel Spass mit dem Video ;-)

Adobe Systems schafft Flash ab

Adobe Systems hat offenbar verstanden was schon seit einigen Monaten / Jahren skandiert wird: Flash in seiner jetzigen Form ist ein Auslaufprodukt und der geschickte Einsatz aktueller Webtechnologien in Verbindung mit der Verfügbarkeit immer leistungsfähigerer Webbrowser und JavaScript Engines läuft der proprietären Technologie den Rang ab.

Der prominenteste Vertreter der Flash-Verweigerer ist die Firma Apple, die – unter anderem zugunsten der Akku-Laufzeit ihrer mobilen Geräte – Flash teilweise gar nicht mehr vorinstalliert. Steve Jobs hat das im April 2010 so zusammengefasst.

Golem.de meldete heute, dass Adobe sein Flash nur noch auf Desktop Computern weiter pflegen wird.

Ob man an der Desktop-Front noch nennenswerte Technologiesprünge erwarten kann darf vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Zahl leistungsfähiger mobiler Endgeräte bezweifelt werden. Ich persönlich glaube, dass hier nicht mehr viel kommen wird. Adobe hat mit “Air” außerdem eine Technologie für genau diesen Anwendungsfall schon im eigenen Hause. Darüber hinaus springt Adobe nun zum ersten mal offiziell auf frei verfügbare Standardtechnologie wie HTML 5 auf:

 ”Dem Thema HTML5 will Adobe mehr Ressourcen widmen und setzt dabei auf Werkzeuge wie Dreamweaver, Edge und Phonegap.”

Passend zu dieser Ankündigung ist von einer Neuausrichtung die Rede, die vermuten lässt, dass Adobe nun konsequent alte Zöpfe abschneiden möchte und sich Verschlankt. Wenig verwunderlich ist deshalb die Ankündigung massiver Stellenstreichungen:

“Das Unternehmen will 750 Stellen streichen, vor allem in Nordamerika und Europa. Zudem richtet Adobe sein Geschäft neu aus.”

Als “massiv” bezeichne ich diese Streichungen deshalb, weil Adobe nach dem aktuellen Jahresbericht von 2010 etwa 9117 Mitarbeiter beschäftigt:

As of December 3, 2010, we employed 9,117 people. We have not experienced work stoppages and believe our employee relations are good.

Damit entlässt Adobe immerhin fast 9% seiner Gesamtbelegschaft (genau: 8.5 Prozent).

Wie erfolgreich diese Neuausrichtung sein wird bzw. wie schnell Adobe sie umsetzen wird kann ein Indikator dafür sein, ob Shantanu Narayen und sein Team rechtzeitig erkannt haben, dass sich im Web die nativen Browser-Technologien gegenüber proprietären Plugins durchsetzen.

Was das Web brauchen kann – und wovon Adobe auch monetär profitieren würde – sind gute Werkzeuge um Designer und Entwickler in die Lage zu versetzen schnell und einfach gute Webinhalte auf der Basis moderner Technologien zu entwickeln.